Gedichte
Verloren
Weit
Schnee
Ein erhobenes Singen
Chtonisch
Auferweckt
Haltlos
In allem gegenwärtig
Auszehr
Löse
Grabende
Taufe
Enthüllung
Hannas Zahn
Leergedicht
Untergetaucht
Leuchte
Was Du mir bist
Der Abgrund Gottes
einsamkeit 24 hours
Kundschafter
Die Nacht
Verschluckte Tränen
Ehe
Eucharistie
Firmung
Krankensalbung
Versöhnung
Weihe
Gott
Wo nähm ich
Tischgebet
Zuneigung
Titellos
Bedürftig
Wie als Lebensikone
Du Winterkind
Zusammenbruchöffnung
Dir entgegen
Philosoph. Miniatur
Wir stehen am Ende
Titellos
„wenn die Geschenkpakete
das Zittern bekommen,
weil die Lieblosigkeit
durch die Welt geht.“
(Ingeborg Bachmann,
Stille Nacht, heilige Nacht)
und sehe den Steinwald noch,
wo wir gingen, oberhalb des
Ortes,
das Leerfeld der Synagoge,
Quadrat aus Luft, hinter uns,
wie die Gräber aus Luft und
Asche
kommen zurück ins Gedächtnis
wie das Andenken des nächsten Verstorbenen EINST
hinauf
zum Gräbergarten am Ortsausweg
zur Wiese
zum Wald hinauf
„für die Lebendigen einen Spaltbreit
Durchlaß gewährend“ (Ingeborg Bachmann,
Jüdischer Friedhof)
Tage, Stunden inmitten, in der Dunkelhütte
Seite an Seite, den Tee in den Händen,
über Pferdespuren
treidelnd
talwärts
zurück
alles im Herzen was ist in Dir und in mir
spruchlos
und
nah
besitzlos
und
zugeneigt
zartnahlösend
im
Kuss
ach, wäre dem Lieben doch
endlich
Neues geschenkt
aus dem Gedenken unerträglich Toter gespreizt
offen und wund
Worte
Blicke
Hände
Münder
die niemand noch fühlte je
ahnend
JE
JETZT
