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Titellos

 

„wenn die Geschenkpakete
das Zittern bekommen,
weil die Lieblosigkeit
durch die Welt geht.“
(Ingeborg Bachmann,
Stille Nacht, heilige Nacht)

und sehe den Steinwald noch,
wo wir gingen, oberhalb des
Ortes,
das Leerfeld der Synagoge,
Quadrat aus Luft, hinter uns,
wie die Gräber aus Luft und
Asche

kommen zurück ins Gedächtnis
wie das Andenken des nächsten Verstorbenen EINST

hinauf

zum Gräbergarten am Ortsausweg
zur Wiese
zum Wald hinauf

„für die Lebendigen einen Spaltbreit
Durchlaß gewährend“ (Ingeborg Bachmann,
Jüdischer Friedhof)

Tage, Stunden inmitten, in der Dunkelhütte

Seite an Seite, den Tee in den Händen,

über Pferdespuren
treidelnd

talwärts
zurück

alles im Herzen was ist in Dir und in mir
spruchlos
und
nah
besitzlos
und
zugeneigt

zartnahlösend
im
Kuss

ach, wäre dem Lieben doch
endlich
Neues geschenkt

aus dem Gedenken unerträglich Toter gespreizt

offen und wund

Worte
Blicke
Hände
Münder

die niemand noch fühlte je

ahnend

JE

JETZT

Sculptur-Mund