Gedichte
Verloren
Weit
Schnee
Ein erhobenes Singen
Chtonisch
Auferweckt
Haltlos
In allem gegenwärtig
Auszehr
Löse
Grabende
Taufe
Enthüllung
Hannas Zahn
Leergedicht
Untergetaucht
Leuchte
Was Du mir bist
Der Abgrund Gottes
einsamkeit 24 hours
Kundschafter
Die Nacht
Verschluckte Tränen
Ehe
Eucharistie
Firmung
Krankensalbung
Versöhnung
Weihe
Gott
Wo nähm ich
Tischgebet
Zuneigung
Titellos
Bedürftig
Wie als Lebensikone
Du Winterkind
Zusammenbruchöffnung
Dir entgegen
Philosoph. Miniatur
Wir stehen am Ende
Gedichte 2003-2007
Verdichtete Bilder · Bildgedichte
Markus Roentgen (Gedichte) und Bernd Schermuly (Bilder) hören und sehen in die aufgeborstene Welt mit ihrer Geschichte, mit ihren Geschichten. Daraus entstehen fragmentierte Welten von Sprache, Poesie und Sehbilder wie tiefer und weiter ergründende Fotografien des Lebens. Momentaufnahmen zu Bildern geronnen, vergrößern oder verkleinern das alltägliche Sehen. Sprache, die ihr Geheimnis vernutzte, ringt sich wieder durch zu den großen Fragen der Menschen um Leben, Lieben, Leiden, Sterben, Auferstehen, um Verlust und Finden, Berühren, Verschwinden, Gott und Nichts. Alles wird wie neu befragt. Vermeintliche Sicherheiten verschwinden, vermeintliches Einnisten ins agnostische Spielen wird ins größere Freie gehoben, dahin, wo es ernst werden kann, wenn der Mensch in Kosmos und Geschichte seine Größe und sein Elend nimmt, erleidet, und, mitunter, annehmen kann. Vertraute Denk- und Sehgewohnheiten werden zur Kenntlichkeit entstellt. Solange wird Gewohntes angeschaut und befragt, bis das Verdeckte und Übersehene, das Sprachvernutzte wieder aufbricht zur mystischen Dimension. Schönheit in Brüchen und Fragmenten. Ein spirituell verdichtetes Alltagssehbrevier, dem Wort von Malebranche eingedenk, dass „Aufmerksamkeit das natürliche Gebet der Seele“ ist.

