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Sein Lebensweg
Am Portal der Kathedrale in Noyon fallen zwei Konsolfiguren auf, die in sehr lebendiger Darstellung ihre Last tragen. Rustikale Gestalten, wie wir sie nur von deutschen Werken kennen, mit fein gezeichneten Gesichtern, was wiederum auf französische Einflüsse hinweist: Die Handschrift des Naumburger Meisters. Hier ist er das erste Mal nachweisbar. Frühere Arbeiten desselben Steinmetz scheinen um 1225 in Amiens greifbar, wo Sockelreliefs der Westfassade auf eine frühe Entwicklungsstufe des Meisters hinweisen könnten. Ähnliches findet sich in Reims und Metz, ist aber nicht bewiesen. Sicher ist die Zuschreibung der Konsolen in Noyon um 1235.Die gebückte Haltung der Figur, der Kopf mit dem breiten Gesicht, einer stark gewölbten, jedoch flachen Stirn, die fein gezeichneten Falten, welche die Anspannung unter der Last verraten, stehen den Figuren seiner nächsten Etappe unverwechselbar nahe: Mainz.
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