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Trennelement
Wanderung und Motivübernahme im mittelalterlichen Europa

Seine Bildsprache

In Mainz schuf unser Meister um 1240 sein erstes eigenständiges Werk: Der Entwurf des Mainzer Lettners stammt von ihm, und die Hauptfiguren tragen seine künstlerische Handschrift. Die Nebenfiguren und die Ornamentik haben vermutlich seine Gehilfen ausgeführt. Es ist vor allem die Vermenschlichung der Heiligen, besonders des Christus, die uns anrühren und die französische Schule des Meisters verraten: Christus trägt nicht den unbewegten, überweltlichen Ausdruck der Romanik, sondern verrät Leben und Empfindung. Auch der Schmerz der Verdammten vom Mainzer Lettner wirkt überzeugend: Nicht Dämonen und Monster der romanischen Kunst zeigen dem Betrachter, was ihn in der Hölle erwartet, sondern die Gesichter, ihre Mimik und Gestik sprechen zu uns. Die Köpfe zeigen die Charakteristika der Noyoneser Konsolfigur, gehen aber über diese hinaus und erreichen ein hohes Maß an Ausdruck.